Wie angekündigt, besuchte am 28. April eine Gruppe von Kommunalpolitiker/innen aus dem Landkreis, darunter die Kreisrätin Sissi Fuchsenberger und die Herrschinger Gemeinderäte Werner Odemer, Werner Siegl und Hans-Hermann Weinen das neue Gymnasium in Trudering, das auf der Basis des Münchner Lernhauskonzeptes arbeitet. Schulleiterin Susanne Asam führte die Gäste durch die erst seit einem Jahr bestehende Schule mit derzeit 580 Kindern der Jahrgangsstufen 5 bis 8 in insgesamt 19 Klassen. Die Schüler/innen arbeiten einerseits im festen Klassenverband, andererseits bilden z.B. alle 5. Klassen eine Art Lernfamilie, in der vieles gemeinsam und in verschiedenen Teams erledigt wird. Betreut wird diese „Lerninsel“ von einem Lehrerteam, das für die ganze Jahrgangstufe zuständig ist und mit den Schüler/innen über mehrere Jahrgangsstufen hinweg mitwachsen wird. Die Schulleiterin lässt ihren Lehrern viel Freiheit, um neue Dinge auszuprobieren. Auch lernen die Kinder, Verantwortung für ihre eigenen Lernfortschritte zu übernehmen. Sie bestimmen teilweise selbst, wann sie bereit für einen Test sind. Zwei Klassen werden in einem gebundenen Ganztag geführt. Die Schulleiterin richtet sich bei diesem Angebot nach der Nachfrage von Seiten der Eltern. Der starre 45 Minuten-Takt wurde aufgehoben. Eine Lerneinheit besteht aus 90 Minuten, dann folgt eine Viertelstunde Pause. Große Zeitfenster lassen ausreichend Spielraum für individuelle Förderung oder Neigungsgruppen.

Bei dem in Passivbauweise errichtetem Gebäude folgt die Architektur dem pädagogischen Konzept. So gibt es viel Platz für klassenübergreifende Gruppen und Teams, alle Klassenzimmer und Gruppenräume einschließlich Lehrerzimmer sind durch viel Glas einsichtig und transparent, in jedem Klassenzimmer steht ein interaktives Whiteboard. Möchten sich die Kinder zurückziehen, bieten sich kleine, wie Zugabteile konzipierte Nischen an.

Wichtig ist, so die Schulleiterin, dass die architektonische und die pädagogische Planung Hand in Hand gehen. Akustik und Licht sind dabei neben der Gestaltung des Raumes die wesentlichen architektonischen Elemente, die zum Gelingen des Lernhauses beitragen. Wenn möglich, soll bei einer Schulgründung der/die zukünftige Schulleiter/in mit in die Planungen eingebunden werden. Bereits in der Planungsphase Null ist eine Zusammenarbeit von Architekten und Schulhausplanern, Baufirmen und Pädagogen notwendig.

Siehe auch:
www.gymnasium-trudering.de
www.ganztag-muenchen.de/index.php/raum/muenchner-lernhauskonzept
www.paedagogische-architektur.de

SPD Herrsching - Besuch Gymnasium Trudering

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.