Der Herrschinger Verkehr war wieder einmal das Hauptthema der Vorstandssitzung der SPD Herrsching am 6. März 2012 in der Gaststätte Seespitz/da Mario. Ortsvereinsvorsitzender Werner Odemer stellte dazu seinen Entwurf eines Verkehrskonzepts vor, das die SPD-Fraktion Ende Mai dem Gemeinderat zur Abstimmung vorlegen will. Schwerpunkt ist die Verbesserung der Verkehrssituation für Fußgänger und Radfahrer, insbesondere der Sicherheit. Auf der Basis des Status quo aller wichtigen Fußgänger- und Radverkehrsverbindungen (z.B. zwischen Wohn- und Gewerbegebieten, Kindergärten, Schulen, Einkaufszentren, dem Bahnhof, den Badeplätzen, Schiffsanlegestellen u.s.w.) und den von uns im Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern auszuarbeitenden Sollvorgaben soll ein professionelles Planungsbüro mit der Erstellung eines „Fußgänger- und Radverkehrs-Ortsplans“ beauftragt werden.

Das mittelfristige Ziel der Herrschinger SPD-Verkehrspolitik ist und bleibt nach wie vor eine spürbare Verkehrsberuhigung im „Magischen Viereck“ zwischen der Mühlfelder-, Bahnhof- und Seestraße und dem Bahnhof. Dort soll eines Tages die so genannte „Begegnungszone“ realisiert werden, wie sie sich in zahlreichen Städten in der Schweiz bereits bestens bewährt hat. Das zu beauftragende Planungsbüro soll alle bereits vorhandenen Vorschläge (Farnbergstudie, Planungswerkstatt, Rahmenplan, SPD-Konzept „Begegnungszone“) berücksichtigen und einen Prüfauftrag bezüglich der Begegnungszone erhalten.

Das jetzt vorzulegende Konzept ist als erster Schritt zu dem mittelfristigen Ziel zu verstehen und soll detailliert alle Maßnahmen enthalten, die zum Ausbau der vorhandenen und zur Erstellung neuer Verbindungen auch außerhalb des „Magischen Vierecks“ erforderlich sind. Der Detaillierungsgrad muss so gewählt werden, dass keine weiteren Verkehrsplanungen zur Umsetzung der Maßnahmen erforderlich sind, das heißt unter anderem:
• Die Radverkehrsverbindungen sind in ihrer konkreten Art (straßenbegleitender Radweg, von der Fahrbahn abgetrennter Radweg, gemischter Fuß-Radweg, Tempo 30-Zone, gegen Einbahnstraße laufender Radweg etc.) darzustellen.
• Sowohl bei Fuß- als auch bei Radwegeverbindungen ist konkret zu beschreiben, wie vorhandene Gefahrenstellen und bestehende Lücken schnell zu beseitigen sind.
• Bei Fußwegen ist insbesondere zu beschreiben, wie Fahrbahnen und Straßenkreuzungen sicher zu überqueren sind (Ampelanlage, Zebrastreifen, Verkehrsinsel etc.). Betroffen sind vor allem die Fußgängerquerungen
– Seestraße Höhe Kindergarten und Höhe Eiscafé Riva
– Summerstraße Höhe Fußgängerdurchgang zum See am Kiosk
– Madelaine-Ruoff-Straße/Rudolf-Hanauer Straße Höhe Kienbachbrücke
– Bahnhofstraße Höhe Hofpfisterei
– Nikolausstraße vor der Sporthalle
– Riederstraße vor der Bahnschranke beim Fuß-/Radweg
– Gewerbestraße Höhe VW-Händler
– Seefeldstraße Höhe Tankstelle am Ortseingang
– Riederstraße vor der Nikolauskirche
– Mühlfelderstraße vor dem Parkplatz am Ländtbogen
– Mühlfelderstraße an der Volksschule (hier vor allem die Länge der Ampel-Grünphase) und
– Kreuzung Mühlfelder-/Seestraße (hier Grünphase für Fußgänger gleichzeitig an allen vier Übergängen).
• Vor allen Kindergärten, dem Kinderhort, der Volksschule sowie in der gesamten See- und Bahnhofstraße, der Fischergasse und dem Landungssteg soll der Verkehr durch Ausweitung der Tempo 30-Zonen (evtl. auch Tempo 20) beruhigt werden. Der Straßenabschnitt vor dem S-Bahnhof soll als „verkehrsberuhigte Zone“ ausgewiesen werden.
• Das Verkehrskonzept soll auch Radverkehrsverbindungen zwischen Herrsching und den Ortsteilen Breitbrunn und Widdersberg ebenso wie zu den benachbarten Orten Pähl, Andechs, Seefeld, Wörthsee und Inning umfassen. Überprüft werden soll auch die innerörtliche Radwegebeschilderung.

Der Vorstand der Herrschinger SPD wird in der Sitzung am 8. Mai 2012 sein endgültiges Verkehrskonzept verabschieden, das dann in einem Pressegespräch der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an der Entwicklung dieses Konzepts ab sofort aktiv mitzuwirken. Teilen Sie uns bitte Ihre Ideen in einem Blog mit, einer eMail (werner.odemer@t-online.de) oder rufen Sie einfach an (08152-967896).

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